Zwischen Prompt und Urteilskraft
Prof. Dr. Philipp Bachmann
Marco Schlauri
Manuela Marra
Wie KI professionelle Kommunikation verändert und welche Kompetenzen jetzt entscheidend sind.
Wenn KI recherchiert, schreibt, analysiert und gestaltet, verändern sich Aufgaben und Rollen. Das Kommunikationshandwerk bleibt die zentrale Basis. Gleichzeitig gewinnen die Fähigkeiten an Bedeutung, KI gezielt einzusetzen, Ergebnisse kritisch einzuordnen und Verantwortung für Inhalte und ihre Wirkung zu übernehmen.
Was macht professionelle Kommunikation künftig aus? Welche Kompetenzen braucht es dafür? Und wie entwickeln Fachpersonen Erfahrung und Urteilsvermögen, wenn KI zunehmend Aufgaben übernimmt, an denen sie bisher gewachsen sind?
Auch bei der Sichtbarkeit von Organisationen stellen sich neue strategische Fragen. KI-basierte-Suche und Generative Engine Optimization (GEO) beeinflussen, welche Unternehmen, Themen und Positionen in digitalen Antworten vorkommen. Damit wird der Umgang mit diesen Entwicklungen zur Kompetenzfrage: Was müssen Kommunikationsfachpersonen verstehen und beurteilen können, um ihre Organisation auch in dieser Umgebung sichtbar und glaubwürdig zu positionieren?
Gemeinsam mit dem Institut für Kommunikation und Marketing (IKM) der Hochschule Luzern lädt die ZSPR zu einem Abend ein, an dem genau diese Fragen diskutiert werden.
Was nehmt ihr mit?
Dr. Nadine Stutz, Co-Leiterin CAS AI in Marketing and Communication und Dozentin für digitale Kommunikation und generative KI, Hochschule Luzern Wirtschaft, geht der Frage nach, weshalb mehr KI-Nutzung nicht automatisch mehr Kompetenz bedeutet. Wenn Inhalte auf Knopfdruck entstehen, gewinnen Urteilsvermögen und strategisches Denken an Bedeutung.
Prof. Dr. Philipp Bachmann, Head of the Competence Center for Business Communication am IKM, richtet den Blick auf eine zweite, unbequeme Frage: Wo lernen Nachwuchskräfte künftig ihr Handwerk, wenn KI gerade jene Einstiegsaufgaben übernimmt, an denen bisher Erfahrung aufgebaut wurde?
Anschliessend diskutieren Marco Schlauri, Gründer und Geschäftsführer von Digital Leverage und Spezialist für SEO und LLMO, Manuela Marra, Leiterin Unternehmenskommunikation der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, und Dr. Nadine Stutz darüber, was sich im Kommunikationsalltag konkret verändert – und wo menschliche Expertise künftig besonders gefragt ist.
Ein Thema, das uns als ZSPR besonders beschäftigt
Im Austausch mit Kommunikationsprofis in der Zentralschweiz erleben wir, wie stark KI die Karten unseres Berufs neu mischt. Gleichzeitig gewinnen bewährte Stärken professioneller Kommunikation an Bedeutung: Zusammenhänge verstehen, kritisch einordnen, beraten, entscheiden und Verantwortung übernehmen.
Neue Werkzeuge verlangen neue Fähigkeiten. Sie machen das gemeinsame Lernen und den Austausch innerhalb unseres Berufsstands wichtiger. Genau dafür ist die ZSPR da.
Thomas Odermatt, Präsident der ZSPR, freut sich deshalb besonders, diesen Abend gemeinsam mit Prof. Seraina Mohr vom IKM zu moderieren – und auf eine engagierte Diskussion mit unseren Mitgliedern und Gästen.
Programm
18.15 Uhr: Begrüssung und Auftakt «Alles neu?»
Thomas Odermatt und Prof. Seraina Mohr
18.30 Uhr: Impulse
«Gut gepromptet ist noch nicht gut gedacht»
Dr. Nadine Stutz
«Mehr Effizienz, weniger Können?»
Prof. Dr. Philipp Bachmann
19.00 Uhr: Podiumsdiskussion und Publikumsrunde
«Zwischen Prompt und Urteilskraft»
Marco Schlauri, Manuela Marra und Dr. Nadine Stutz
19.45 Uhr: Apéro
Moderation: Prof. Seraina Mohr und Thomas Odermatt
Der Anlass richtet sich an Kommunikationsfachpersonen aus Unternehmen, Organisationen und Agenturen – vom Berufseinstieg bis zur Führungsposition – sowie an alle, die sich mit der Zukunft professioneller Kommunikation beschäftigen.
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